Umschuldungsmöglichkeiten
Das Darlehen läuft
demnächst aus:
Es ist ohne Probleme möglich,
den Kreditgeber zu wechseln. In diesen Fällen finden die
aktuellen
Zinsen Anwendung, wenn die Anschlussfinanzierung bei einem anderen
Kreditgeber beantragt wird. Ein Forward-Darlehen ist in diesen
Fällen
nur begrenzt sinnvoll, da der Sinn eines Forward-Darlehens die
Sicherung der Zinsen für die Zukunft ist. Kommt bei der
Anschlussfinanzierung ein neuer Darlehensgeber zum Zuge, wird auch die
Grundschuld abgetreten. Das machen die beteiligten Banken unter sich
aus. Es entstehen Kosten für den Notar und die Eintragung der
Grundschuld, etwa in Höhe von 0,5 Prozent der Höhe
der Grundschuld, die
eingetragen wird.
Die Umschuldung nach zehn
Jahren:
Das Darlehen hat eine Laufzeit von
mehr als zehn Jahren, aber die Zinsbindungsfrist ist abgelaufen. Sind
die Zinsen günstig, kann das niedrige Zinsniveau für
eine Umschuldung
genutzt werden. Jeder Darlehensnehmer hat das Recht, nach zehn Jahren
Laufzeit das bestehende Darlehen ganz oder in Teilen
zurückzuzahlen.
Dazu muss der Darlehensnehmer den Kreditvertrag mit einer Frist von
sechs Monaten bei der bisherigen Bank kündigen. In solchen
Fällen wird
das Forward-Darlehen sinnvoll, wenn mit dem Darlehen ein niedrigerer
Zinssatz als der bisherige verbunden ist.
Umschuldung eines
Darlehens, das in 12 bis 42 Monaten
ausläuft.
Der Darlehensnehmer möchte mit seiner Anschlussfinanzierung
nicht bis zum Ablauf der Zinsbindung warten und nutzt jetzt die
Möglichkeit ein Forward-Darlehen abzuschließen, um
sich die günstigen
Zinsen zu sichern. Dazu muss er sich bei der kreditführenden
Bank
erkundigen, ob er kündigen darf. Ist das möglich,
lohnt es sich
verschiedene Angebote für Forward-Darlehen einzuholen. Dazu
benötigt
der Darlehensnehmer Unterlagen des zu finanzierenden Objektes und muss
Angaben zu seinen persönlichen Verhältnissen machen,
damit eine
Entscheidung über die Finanzierung getroffen werden kann. In
Abhängigkeit vom Darlehensanbieter werden
Zinsaufschläge, die bis zu
über einem Prozent der derzeit marktüblichen Zinsen
liegen können. Das
ist der Aufschlag auf den Basiszins für die Zukunftssicherung.
Diese
Variante ist für das Forward-Darlehen optimal, macht aber
natürlich nur
in Niedrigzinsphasen Sinn. In Abhängigkeit vom Anbieter wird
auch hier
ein Zinsaufschlag, der bis zu einem Prozent über dem aktuellen
Marktzins liegt, verlangt. Es entstehen zusätzlich Kosten
für den Notar
und die Eintragung ins Grundbuch, die wiederum von der Höhe
der
eingetragenen Grundschuld abhängen und in etwa 0,5 Prozent
dieser
betragen.
Umschuldung innerhalb der
Zinsbindung
Hier muss dann die
Vorfälligkeitsentschädigung an die Bank gezahlt
werden. Das ist auch
eine Alternative, vorausgesetzt die Kredit gebende Bank ist mit einer
vorzeitigen Kündigung des Darlehensvertrages einverstanden.
Eine
gesetzliche Verpflichtung dafür gibt es nicht und die Banken
lassen
sich den ihn entstandenen Zinsausfall teuer bezahlen. Die Höhe
der
Vorfälligkeitsentschädigung ist abhängig von
der Darlehenshöhe und von
den individuellen Berechnungen der Banken. Banken können einen
Aufschlag von bis zu 100 Prozent
verlangen, sodass sich die
Vorfälligkeitsentschädigung im Rahmen von
fünf bis zehn Prozent der Darlehenssumme bewegen kann. Bevor
ein
Darlehensnehmer diesen Schritt wagt, sollte er sich immer nach der
Höhe
der Vorfälligkeitsentschädigung erkundigen. Ein
zinsgünstiges
Forward-Darlehen ist meist nicht attraktiv genug, weil die Kosten der
Vorfälligkeitsentschädigung die eingesparten Zinsen
wieder auffressen
oder sogar bei Weitem übersteigen.
Sie sehen, das ein Forward-Darlehen ist nicht in jedem Fall die beste
alternative Lösung für die Anschlussfinanzierung.
Aber zum jetzigen
Zeitpunkt kann es für alle, die in den nächsten
Jahren eine
Anschlussfinanzierung benötigen attraktiv sein, sich jetzt
nach einem
Forward-Darlehen umzusehen. Aufgrund der Wirtschafts- und Finanzkrise
und den damit verbundenen niedrigen Leitzinsen sind die Zinsen
für
Immobilienkredite sehr niedrig, sodass es durchaus empfehlenswert ist,
sich die günstigen Zinsen von heute für morgen zu
sichern. Wenn die
Zinsbindung des bestehenden Darlehens in den nächsten Jahren
endet, ist
jetzt ein sehr günstiger Zeitpunkt, sich vor einem zu
erwartenden
Anstieg der Zinsen in den nächsten Jahren zu
schützen. Aber aufgepasst!
Die Konditionen für Forward-Darlehen weichen bei den Anbietern
stark
voneinander ab, das günstigste und das teuerste Angebot
unterscheiden
sich um mehr als einen Prozentpunkt. Das kann bei einem
Forward-Darlehen mit dreijähriger Vorlaufzeit und
15-jähriger
Zinsbindung bei 100.000 Euro Darlehenssumme über die Laufzeit
betrachtet einen Betrag von mehr als 10.000 Euro bedeuten.
Grundsätzlich gilt, je geringer die Vorlaufzeit und die
Darlehenslaufzeit, desto niedriger ist der Zins. Forward-Darlehen mit
zehnjähriger Laufzeit gibt es jetzt schon für weniger
als vier Prozent.
Für Darlehen mit dreijähriger Vorlaufzeit und sich
anschließender
Zinsbindung über 20 Jahre werden mehr als fünf
Prozent verlangt.
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Was ist ein Forward-Darlehen?
Was genau ist überhaupt ein Forward-Darlehen? Lesen Sie hier
wie Sie sich mit dem Produkt die Zinsen für die Zukunft
sichern können und was es bei der Beantragung sonst noch zu
beachten gibt:
Forward-Darlehen Fragen & Antworten
Forward-Darlehen sind ein sehr verbraucherfreundliches Produkt. Sie
haben noch offene Fragen zu dem Produkt Forward-Darlehen? Lesen Sie in
unseren Forward-Darlehen FAQ`s die Antworten:
